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Der Verein Netzwerk Kolibri oberes Mölltal feiert sein 10jähriges Bestehen

Der im oberen Mölltal tätige Verein hat am 29. November sein 10jähriges Bestehen feierlich mit einem Integrationsgottesdienst begehen dürfen. Aus einer tiefen Dankbarkeit heraus entstand die Entscheidung, dieses Jubiläum mit beeinträchtigen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie deren Angehörigen, Freunden und Begleitern aus unserer Region gemeinsam zu feiern. Ganz im Zeichen des Regenbogens, der aus der Gesamtheit der verschiedenen Farben seinen Glanz erfährt, durften wir eine „Unter-die-Haut-gehende“  Messe erleben, die von vielen kreativen Geistern gestaltet und initiiert wurde.

Im Jahr 2004 wurde der Verein aus der Taufe gehoben. Mit dem Gründungsvorstand Maria Spitaler, Silvia Göritzer, Christiane Schachner-Suntinger, Josef Ranacher, Karoline Amon-Dreer und Petra Schachner-Martl wurden zahlreiche Vorhaben in Angriff genommen.

Der Verein hat sich zum Ziel gemacht, Menschen mit Beeinträchtigung eine passende Infrastruktur zu schaffen, Angehörige zusammenzuführen und informieren sowie die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und mit dem Thema Behinderung vertraut zu machen.

In den vergangenen 10 Jahren konnte mit Unterstützung aus der Bevölkerung sowie der Öffentlichen Hand einige namhafte Projekte verwirklicht werden. Manchmal war es ein steiniger Weg – Beharrlichkeit und die nötige Menge Herzblut war und ist notwendig um sich für Menschen mit Behinderung einzusetzen. Ihre Lobby ist klein, bzw. nicht vorhanden: wären da nicht die wehrhaften Eltern – meistens sind es die Mütter – und sozial engagierte Gruppierungen,  die die Initialzündung zur Schaffung von notwendiger behindertengerechter Einrichtungen geben.  

Mit großem Stolz können wir darauf verweisen, dass in der Randregion des oberen Mölltales eine Behindertentagesstätte im Jänner 2009 eröffnet werden konnte. Neun Menschen mit Beeinträchtigung erhalten durch den Verein „Die vier Jahreszeiten“ eine geregelte Alltagsstruktur und können einer ihnen entsprechenden Beschäftigung nachgehen.

In langwierigen Verhandlungen mit der Kärntner Landesregierung gelang es schließlich im Frühjahr 2012 mit dem Partnerverein „autArK“ einen Wohnverbund in Winklern für sechs Personen im vormaligen „Hotel Post“ zu errichten.

Mit diesen beiden Bauten finden Jugendliche und Erwachsene eine Arbeitswelt sowie ein zu Hause in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung vor und müssen in Zeiten von INKLUSION nicht auswärts untergebracht werden.

Außerdem bietet der Verein regelmäßige“ Integrationsstammtische“ an, wo sich Eltern beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher austauschen können und eine professionelle Begleitung durch den Verein „Integration Kärnten“ erhalten.

Das Angebot des therapeutischen Netzwerkes ist nur deshalb möglich geworden, da die Gemeinde Mörtschach einen adäquaten barrierefreien Therapieraum kostenlos zur Verfügung stellt. In diesem gut ausgestatteten Raum bieten ausgebildete Therapeutinnen ihre Arbeit an und können von jedermann/frau in Anspruch genommen werden. Mit einer finanziellen Unterstützung versuchen wir den manchmal leidgeprüften Eltern eine kleine Hilfeleistung anzubieten.

Was wäre unser Verein jedoch ohne dem legendären „Integrativen Sommercamp“, wo 48 Kinder des oberen Mölltales gemeinsam eine Woche verbringen können?  Das Hauptaugenmerk dabei ist, Berührungsängste abzubauen und die Liebenswürdigkeit von Kindern mit besonderen Bedürfnissen hautnah zu erspüren.

Die vergangenen Jahre haben uns an vielen Erfahrungen reicher gemacht und in vielen Dingen einen zusätzlichen Einblick in komplexe Zusammenhänge gewährt. Wir möchten diese arbeitsreichen Jahre nicht missen und sind dankbar dafür, dass der Verein an Breite und Akzeptanz gewonnen hat. Vieles, das damals schwierig und manchmal unerreichbar war, ist heute leichter umsetzbar und erfährt eine wesentlich größere Unterstützung - das macht Mut für die Zukunft und gleichzeitig dankbar.

Petra Schachner-Martl & Karoline Amon-Dreer